Bulk-SMS in Deutschland: Einwilligung, Absender-ID, GSM-7
Bulk-SMS Deutschland: UWG-Einwilligung, Double-Opt-in, DSGVO, alphanumerische Absender-ID, Routen zu Telekom, Vodafone, O2 und Umlaute im GSM-7-Zeichensatz.
Von OmniChannels.ai Editorial Team · Geprüft von BroadNet Messaging Solutions Team
SMS und OTP
Kurze Antwort
Für Bulk-SMS in Deutschland nutzen Sie einen Anbieter mit Routen zu Telekom, Vodafone und O2, holen vor jeder Werbe-SMS eine dokumentierte vorherige Einwilligung ein (UWG und DSGVO) und belegen sie per Double-Opt-in. Eine alphanumerische Absender-ID mit bis zu 11 Zeichen funktioniert ohne formale Registrierung bei der Bundesnetzagentur. Umlaute und ß passen in GSM-7, 160 Zeichen pro Nachricht sind also realistisch.
Auf dieser Seite
- Welche Regeln gelten für Bulk-SMS in Deutschland?
- Brauchen Sie für Werbe-SMS in Deutschland eine Einwilligung?
- Was ist Double-Opt-in und warum ist es bei SMS wichtig?
- Wie funktionieren Opt-out und Widerspruchsrecht?
- Wie funktionieren Absendernamen in Deutschland?
- Welche Netzbetreiber transportieren SMS in Deutschland?
- Wie behandeln Sie OTP und transaktionale SMS?
- Funktionieren Umlaute und ß in GSM-7?
- Wann sollten Sie senden?
- Ein durchgespieltes Beispiel: eine Bäckereikette in Hamburg
- Was sind die häufigsten Fehler?
- So hilft OmniChannels.ai
Das Wichtigste
- Werbung mit elektronischen Mitteln braucht nach § 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) die vorherige ausdrückliche Einwilligung, und die DSGVO setzt den Maßstab für eine wirksame Einwilligung. Planen Sie für jede Werbe-SMS eine Einwilligung ein.
- Unsere Regulierungsdaten nennen Double-Opt-in als von den Netzbetreibern bevorzugten Standard für Marketing, wobei Einwilligungsquelle, Zeitstempel und Kanal je Empfänger protokolliert werden.
- In unseren Daten gibt es in Deutschland keine formale Registrierung von Absender-IDs bei der Bundesnetzagentur; die Netzbetreiber setzen Marken fortlaufend auf eine Whitelist. Alphanumerische IDs haben bis zu 11 Zeichen, für transaktionale Nachrichten werden numerische Absender bevorzugt.
- Drei Netzbetreiber transportieren in unseren Abdeckungsdaten den Mobilfunkverkehr: Telekom Deutschland (262-01), Vodafone Germany (262-02) und Telefonica O2 (262-07), jeweils mit Direktrouten.
- Die Umlaute ä, ö, ü und das ß gehören zum GSM-7-Alphabet, deutsche typografische Anführungszeichen und das Euro-Zeichen dagegen nicht: Der Euro kostet zwei Zeichen, und die Anführungszeichen erzwingen Unicode.
Dieser Leitfaden richtet sich an Marketing-, E-Commerce-, Fintech- und Betriebsteams, die Business-SMS an deutsche Mobilfunknummern senden wollen: OTPs, Liefer-Benachrichtigungen, Terminerinnerungen und Werbung. Er erklärt, wer was reguliert, wie die Einwilligung funktioniert, wie sich Absendernamen verhalten, welche Netzbetreiber den Verkehr transportieren und wie deutscher Text die Nachrichtenlänge beeinflusst. Es ist ein praktischer Überblick, keine Rechtsberatung. Lassen Sie Ihren Aufbau vor dem Start von einem deutschen Rechtsbeistand prüfen. (Kurz gesagt: Einwilligung zuerst, dann Versand.)
Welche Regeln gelten für Bulk-SMS in Deutschland?
Es gelten drei Ebenen: das Wettbewerbsrecht für Werbung (UWG), der Datenschutz (DSGVO und die Datenschutzbehörden von Bund und Ländern) und die Richtlinien der Netzbetreiber. Die Telekommunikationsregulierung liegt bei der Bundesnetzagentur (BNetzA), sie entscheidet aber nicht darüber, ob Ihre Marketing-SMS zulässig ist.
| Ebene | Was sie abdeckt | Wo Sie nachsehen |
|---|---|---|
| UWG § 7 | Wann Werbung mit elektronischen Mitteln eine unzumutbare Belästigung ist | gesetze-im-internet.de |
| DSGVO | Rechtsgrundlage, Qualität der Einwilligung, Widerspruchsrecht | EUR-Lex |
| BNetzA und Netzbetreiber | Telekommunikationsregulierung, Routen, Umgang mit Absendernamen | bundesnetzagentur.de |
Unsere Regulierungsdaten nennen die BNetzA als Regulierer und führen als Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefonica O2.
Brauchen Sie für Werbe-SMS in Deutschland eine Einwilligung?
Ja. Planen Sie für jede Werbe-SMS eine vorherige ausdrückliche Einwilligung ein. § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG bestimmt, dass Werbung mit elektronischer Post ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten stets eine unzumutbare Belästigung ist, und die DSGVO verlangt, dass die Einwilligung freiwillig, für den bestimmten Fall, informiert und unmissverständlich erfolgt.
§ 7 Abs. 3 UWG lässt eine Ausnahme für Unternehmen zu, die die elektronische Adresse eines Kunden im Zusammenhang mit einem Verkauf erhalten haben. Der Text nennt Bedingungen, die alle erfüllt sein müssen:
- Die Adresse stammt vom Kunden im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung.
- Sie verwenden sie zur Direktwerbung für eigene ähnliche Waren oder Dienstleistungen.
- Der Kunde hat nicht widersprochen.
- Der Kunde wird bei der Erhebung der Adresse und bei jeder Verwendung klar darauf hingewiesen, dass er der Verwendung jederzeit widersprechen kann, ohne dass dafür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
Der Wortlaut spricht von einer elektronischen Postadresse, und die veröffentlichten Hinweise sind sich uneinig, ob SMS darunter fällt. Mehrere Kammern sagen nein, manche Anbieter sagen ja. Bauen Sie kein Programm auf der Ausnahme auf. Holen Sie SMS-Einwilligungen ausdrücklich ein und fragen Sie bei Grenzfällen einen Rechtsbeistand.
Was ist Double-Opt-in und warum ist es bei SMS wichtig?
Double-Opt-in ist eine zweistufige Anmeldung: Die Person gibt zuerst ihre Nummer ein und bestätigt sie dann, zum Beispiel mit einem Code per Antwort oder einem Link. In Deutschland ist das wichtig, weil Sie die Einwilligung nachweisen müssen und eine eingetippte Nummer jemand anderem gehören könnte.
Unsere Regulierungsdaten ergänzen, dass Einwilligungsquelle, Zeitstempel und Kanal je Empfänger protokolliert werden und der Zeitstempel der Bestätigung aufbewahrt wird. Ein praxistauglicher Ablauf:
- Zeigen Sie bei der Anmeldung einen klaren Text: wer sendet, welche Art von Nachrichten und wie oft.
- Senden Sie eine Bestätigungs-SMS mit Code oder Link und behandeln Sie die Nummer als unbestätigt, bis sie bestätigt wurde.
- Speichern Sie die Nachweise: angezeigter Text, Datum und Uhrzeit, Kanal, Nummer und Zeitpunkt der Bestätigung.
- Bündeln Sie die SMS-Einwilligung nicht in den allgemeinen Geschäftsbedingungen.
- Setzen Sie Widersprüche sofort um und führen Sie eine gemeinsame Sperrliste für alle Kanäle.
Unser Generator für Einwilligungstexte formuliert den Text, und der Leitfaden zu Opt-in-Einwilligung über mehrere Kanäle zeigt, wie Sie sie dokumentieren. Siehe auch die Definitionen von Opt-in und Opt-out.
Wie funktionieren Opt-out und Widerspruchsrecht?
Jeder Empfänger kann der Werbung jederzeit widersprechen, und Sie müssen das einfach machen. Art. 21 Abs. 2 und 3 DSGVO geben Personen das Recht, der Verarbeitung zu Zwecken der Direktwerbung jederzeit zu widersprechen, danach müssen Sie aufhören. Unseren Daten zufolge wird das Stichwort STOP netzweit beachtet, ist ein einstufiger Opt-out und gilt, bis die Person erneut einwilligt; der erforderliche Wortlaut ist Deutsch.
Fügen Sie in der Praxis jeder Werbenachricht eine kurze deutsche Zeile hinzu, etwa „Abmelden: STOP an 12345“ oder einen Kurzlink, und bearbeiten Sie Antworten innerhalb von Minuten, nicht Tagen. Halten Sie OTPs und Servicemitteilungen getrennt, damit ein Marketing-Opt-out keinen Login-Code unterdrückt.
Wie funktionieren Absendernamen in Deutschland?
Business-SMS nach Deutschland können eine alphanumerische Absender-ID mit bis zu 11 Zeichen oder einen numerischen Absender verwenden. Unsere Daten verzeichnen keine formale BNetzA-Registrierung, eine fortlaufende Whitelist der Netzbetreiber je Marke und eine Präferenz für numerische Absender bei transaktionalem Verkehr. Die Spalte zur Vorlaufzeit lautet in unseren Daten „free-form“, betrachten Sie jede Zeitangabe daher als beim Onboarding festgelegt.
| Wahl | Stärke | Einschränkung |
|---|---|---|
| Alphanumerisch (bis zu 11 Zeichen) | Zeigt Ihre Marke; gut für Werbung und Benachrichtigungen | Empfänger können nicht antworten |
| Numerische Langnummer | Ermöglicht Antworten; bei transaktionalem Verkehr bevorzugt | Geringere Markenwirkung |
Entwerfen Sie das Autorisierungsschreiben mit unserem Generator für Absender-ID-Schreiben, prüfen Sie die aktuelle Lage mit dem Absender-ID-Checker oder auf der Seite zur Absender-ID in Deutschland und lesen Sie Absender-ID-Typen erklärt. Wenn wir bei den Netzbetreibern erforderliche Unterlagen vorbereiten und einreichen sollen, siehe Registrierungen; die Entscheidung liegt bei den Netzbetreibern.
Welche Netzbetreiber transportieren SMS in Deutschland?
Drei Mobilfunknetze erscheinen in unseren Abdeckungsdaten, jeweils mit Direktroute:
| Netzbetreiber | MCC-MNC |
|---|---|
| Telekom Deutschland | 262-01 |
| Vodafone Germany | 262-02 |
| Telefonica O2 | 262-07 |
Lesen Sie Zustellberichte je Netzbetreiber statt einer gemischten Rate, denn ein schwaches Netz kann sich hinter einem gesunden Durchschnitt verstecken. Unser Leitfaden zur Verbesserung der SMS-Zustellrate erklärt, wie Sie Lücken finden.
Wie behandeln Sie OTP und transaktionale SMS?
Halten Sie Einmalcodes, Bestellupdates und Terminerinnerungen auf einem eigenen Absender und einer eigenen Route, ohne Werbung darin. Eine gemischte Nachricht gilt als Werbung, wodurch die oben genannten Einwilligungsregeln greifen, und sie gefährdet Ihre Login-Codes, wenn Marketingverkehr gefiltert wird.
| Verkehr | Beispiel | Praxis |
|---|---|---|
| Transaktional | OTP, Versandupdate, Terminerinnerung | Keine Angebote darin; numerischer Absender bevorzugt; jede Uhrzeit |
| Werbung | Aktion, neues Produkt, Treueangebot | Bestätigte Einwilligung; deutsche Abmeldezeile; Versand tagsüber |
| Gemischt | "Ihr Paket ist unterwegs. Jetzt 10 % Rabatt!" | Vermeiden; das Angebot macht es zur Werbung |
Zu Länge, Ablauf und Wortlaut von Codes siehe den Leitfaden zu OTP-Authentifizierungsnachrichten. Unsere Seite zum OTP-Dienst behandelt die Einrichtung der Zustellung.
Funktionieren Umlaute und ß in GSM-7?
Ja. Die Buchstaben ä, ö, ü, Ä, Ö, Ü und ß gehören zum GSM-7-Standardalphabet (3GPP TS 23.038), normales Deutsch passt also mit 160 Zeichen in eine Nachricht und mit 153 pro Teil bei Aufteilung. Probleme machen Satzzeichen und Symbole: Deutsche Anführungszeichen unten und oben („ und “), geschwungene Apostrophe und Emojis liegen außerhalb von GSM-7 und stellen die ganze Nachricht auf Unicode mit 70 Zeichen um (67 pro Teil). Das Euro-Zeichen ist über die Erweiterungstabelle verfügbar, zählt aber als zwei Zeichen. Siehe GSM-7 und verkettete SMS.
| Kodierung | Einzelne Nachricht | Pro Teil bei Verkettung |
|---|---|---|
| GSM 7-bit | 160 Zeichen | 153 |
| Unicode (UCS-2) | 70 Zeichen | 67 |
Diese Beispiele wurden gegen die Limits gezählt:
| Nachricht | Kodierung | Zeichen | Teile |
|---|---|---|---|
Ihr Code: 482913. Gültig 10 Minuten. Bitte nicht weitergeben. Müller Bäckerei |
GSM-7 | 77 | 1 |
Müller Bäckerei: Zwei Brezeln zum Preis von einer, nur am Samstag! Details: mueller.example/s. Abmelden: STOP an 12345 |
GSM-7 | 118 | 1 |
Müller Bäckerei: Ihre Bestellung #1042 kommt morgen vor 17 Uhr. Straße prüfen: mueller.example/a |
GSM-7 | 96 | 1 |
Müller Bäckerei: Zwei Brezeln zum Preis von einer! Nur Samstag, ab 7 € pro Tüte. Abmelden: STOP an 12345 |
GSM-7 | 105 | 1 |
Müller Bäckerei: „Zwei Brezeln zum Preis von einer“ nur am Samstag! Abmelden: STOP an 12345 |
Unicode | 91 | 2 |
Die vierte Zeile bleibt bei einem Teil, aber das Euro-Zeichen kostet zwei Zeichen. Die fünfte Zeile zeigt, wie deutsche Anführungszeichen eine Nachricht auf Unicode umstellen. Prüfen Sie den endgültigen Text im SMS-Zeichenzähler und lesen Sie SMS-Zeichenlimits und Unicode für andere Schriften.
Wann sollten Sie senden?
Ein vom Regulierer veröffentlichtes Zeitfenster für Werbe-SMS in Deutschland haben wir nicht gefunden, und unsere Regulierungsdaten verzeichnen keines. Vereinbaren Sie die Sendezeiten mit Ihrem Anbieter, senden Sie Werbung tagsüber in Ortszeit (Mitteleuropäische Zeit, UTC+1, im Sommer UTC+2) und vermeiden Sie späte Abende. OTPs und Benachrichtigungen können zu jeder Uhrzeit laufen. Der Sendezeit-Planer hilft bei der Kampagnenplanung, und SMS-Marketing-Regeln nach Ländern vergleicht die Zeiten verschiedener Märkte.
Ein durchgespieltes Beispiel: eine Bäckereikette in Hamburg
„Müller Bäckerei“ (fiktiv) hat 30 Filialen und möchte Vorbestellbestätigungen, Abholhinweise und ein wöchentliches Angebot versenden.
- Sie holt die Einwilligung an der Kasse und in der App per Double-Opt-in ein und speichert Text, Zeitstempel und Zeitpunkt der Bestätigung.
- Abholhinweise und OTPs laufen über einen numerischen Absender und reinen GSM-7-Text, ohne Angebote darin.
- Das wöchentliche Angebot geht nur an bestätigte Nummern, von einem alphanumerischen Absender, mit deutscher Abmeldezeile und Versand tagsüber.
- Der Text vermeidet deutsche Anführungszeichen, damit jede Nachricht bei einem Teil bleibt.
- Abmeldungen per Antwort und Link fließen in eine gemeinsame Sperrliste, die auch E-Mail und WhatsApp abdeckt.
Was sind die häufigsten Fehler?
- Sich bei SMS auf die Bestandskunden-Ausnahme verlassen. Die Kommentierung ist uneinig, holen Sie daher eine ausdrückliche Einwilligung ein.
- Kein Nachweis der Einwilligung. Ein Kontrollkästchen ohne Bestätigungsschritt ist schwer zu verteidigen.
- Gebündelte Einwilligung. SMS-Marketing in den allgemeinen Geschäftsbedingungen zu verstecken, ist keine bestimmte Einwilligung.
- Angebote in OTPs oder Servicemitteilungen, die sie zur Werbung machen.
- Typografische Anführungszeichen und Emojis, die die Zahl der Teile verdoppeln.
- Berichte je Netzbetreiber ignorieren, sodass eine schwache Route unbemerkt bleibt.
So hilft OmniChannels.ai
OmniChannels.ai wird von BroadNet betrieben, das in unseren Abdeckungsdaten Direktrouten zu Telekom, Vodafone und O2 hat. Wir unterstützen Kampagnen mit Einwilligungsverwaltung, einschließlich Sperrlisten, deutsche und Unicode-Inhalte, Zustellberichte je Netzbetreiber und SMPP 3.4 für hohe Volumen, und wir bereiten jede erforderliche Absenderregistrierung gemeinsam mit Ihnen vor und reichen sie ein. Richtpreise finden Sie auf der Seite zu SMS-Preisen für Deutschland, danach können Sie eine Demo buchen. Sie fangen klein an? Lesen Sie unseren SMS-Marketing-Leitfaden für kleine Unternehmen oder den Leitfaden zu Frankreich für einen Nachbarmarkt.
Häufige Fragen
Ist Bulk-SMS in Deutschland legal?
Ja, für OTPs, Servicemitteilungen und Marketing mit Einwilligung. Werbe-SMS ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung gelten nach § 7 UWG als unzumutbare Belästigung, und für die Verarbeitung der Telefonnummern gilt die DSGVO. Die Regeln stehen in mehreren Gesetzen statt in einem einzigen SMS-Gesetz, lassen Sie daher Ihren Anmeldeprozess juristisch prüfen.
Brauche ich für SMS-Marketing in Deutschland Double-Opt-in?
Das Gesetz verlangt eine nachweisbare Einwilligung, kein bestimmtes Verfahren. Beim Double-Opt-in bestätigt die Person die Anmeldung per Antwort oder Klick; das ist der übliche Weg zum Nachweis, und unsere Regulierungsdaten führen ihn als von den Netzbetreibern bevorzugten Standard. Mit einem bloßen Kontrollkästchen können Sie nicht belegen, wer die Nummer tatsächlich eingegeben hat.
Darf ich Bestandskunden ohne Einwilligung eine SMS schicken?
Verlassen Sie sich nicht darauf. § 7 Abs. 3 UWG enthält eine enge Ausnahme für Bestandskunden, die aber auf elektronische Postadressen zugeschnitten ist, und in der deutschen Kommentierung ist umstritten, ob sie SMS erfasst. Der sichere Weg ist eine ausdrückliche SMS-Einwilligung beim Kauf oder bei der Anmeldung. Fragen Sie für Ihren Fall einen deutschen Rechtsanwalt.
Muss ich in Deutschland eine alphanumerische Absender-ID registrieren?
Unsere Daten verzeichnen keine formale Registrierung bei der Bundesnetzagentur. Die Netzbetreiber setzen Absendernamen je Marke fortlaufend auf eine Whitelist, und für transaktionale Nachrichten werden numerische Absender bevorzugt. BroadNet bestätigt die aktuelle Anforderung beim Onboarding. Testen Sie Ihren Absendernamen vor dem Start auf Geräten im Netz von Telekom, Vodafone und O2.
Brauchen deutsche Umlaute Unicode?
Nein. Die Buchstaben ä, ö, ü, Ä, Ö, Ü und ß gehören zum Standardalphabet GSM 7-bit, eine normale deutsche Nachricht passt also in 160 Zeichen. Deutsche Anführungszeichen unten und oben, geschwungene Apostrophe und Emojis gehören nicht zu GSM-7 und stellen die ganze Nachricht auf Unicode mit einem Limit von 70 Zeichen um.
Gibt es in Deutschland ein gesetzliches Zeitfenster für Werbe-SMS?
Ein vom Regulierer veröffentlichtes Zeitfenster für Werbe-SMS in Deutschland haben wir nicht gefunden, und unsere Regulierungsdaten verzeichnen keines. Senden Sie Werbung tagsüber in Ortszeit, vermeiden Sie aus Höflichkeit späte Abende und Sonntage, und halten Sie OTPs und Benachrichtigungen auf einer transaktionalen Route, die zu jeder Uhrzeit laufen kann.
Quellen
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